Battery electric cars are the future. But do we really have to get metals out of the ocean for this?
- By: Sabrina M. Weiss
- In: Neue Zürcher Zeitung
- Date of Publication: Saturday, 17 July 2021
- Country Of Publication: Switzerland
- Language: German
- Quoting Me
Link to the original source of this coverage::
- https://www.nzz.ch/mobilitaet/batteriebetriebene-elektroautos-sind-die-zukunft-aber-muessen-wir-dafuer-wirklich-metalle-aus-dem-ozean-holen-ld.1631132#register
- https://www.nzz.ch/mobilitaet/batteriebetriebene-elektroautos-sind-die-zukunft-aber-muessen-wir-dafuer-wirklich-metalle-aus-dem-ozean-holen-ld.1631132#register
Article Text
Batterieelektrische Autos sind die Zukunft. Aber müssen wir dafür wirklich Metalle aus dem Ozean holen?
Immer mehr Elektroautos rollen über die Strassen Europas. Sie haben eine eingebaute Schwachstelle: Batterien aus Metallen, die weltweit knapp werden. Am Meeresboden schlummern diese wertvollen Metalle in Massen. Sie lassen sich jedoch nicht einfach bergen.

Die wesentlichen Elemente in jedem Elektrofahrzeug sind die Batterie und der Motor. Im Bild ist der Antriebsstrang eines VW ID.3 zu sehen.
Im Kampf gegen den Klimawandel braucht es leistungsstarke Batterien, und zwar tonnenweise. Elektroautos können die weltweite CO2-Bilanz massiv verbessern. Sie gelten gar als Hoffnungsträger in der Energiewende. In dreissig Jahren soll es auf Schweizer Strassen nur noch Elektrofahrzeuge geben. In Grossbritannien sollen bereits ab 2030 alle Neuwagen elektrisch sein. Auch das neue Klimapaket der EU fordert, dass keine Neuwagen mit Verbrennungsmotoren mehr verkauft werden dürfen.
Tatsächlich waren 2020 weltweit schon 10 Millionen Elektroautos auf den Strassen unterwegs, und laut der Internationalen Energieagentur (IEA) könnten es in zehn Jahren schon 145 Millionen sein. Das Problem: Der Vorrat an Metallen, die zur Herstellung von Batterien und Elektromotoren benötigt und in Bergwerken rund um die Welt abgebaut werden, geht zur Neige. Ausserdem wird die Rohstoffindustrie oft mit Kinderarbeit, Korruption oder Umweltverschmutzung in Verbindung gebracht. Metallerze aus den Tiefen des Ozeans werden dagegen als nachhaltige Alternative angepriesen.
Batterien bestehen aus Tausenden von Zellen
Die Technik hinter der E-Autobatterie ist komplex, auch wenn sie im Grunde genommen der eines Smartphone- oder Laptop-Akkus ähnelt. Die am weitesten verbreitete Lithiumionenbatterie hat zwei geladene Elektroden: Die positive Elektrode (Kathode) besteht aus Lithium und einer Mischung aus anderen Elementen wie Nickel, Mangan oder Kobalt, die negative Elektrode (Anode) ist aus Grafit gefertigt. Folien aus Aluminium beziehungsweise Kupfer umfassen die Elektroden und dienen als Stromableiter.
Schematische Darstellung einer Lithiumionenbatterie

NZZ / cke., efl.
Zwischen den beiden Elektroden liegt eine besondere Flüssigkeit, der Elektrolyt. Wenn Lithiumionen – also Atome, denen ein Elektron fehlt und die deshalb positiv geladen sind – von der Anode zur Kathode wandern, entsteht elektrische Spannung. Es ist das silberweisse, weiche Leichtmetall Lithium, das hohe Spannungen um 4 Volt ermöglicht. Doch um ein Auto über mehr als 600 Kilometer je Aufladung zu betreiben, reicht eine einzelne Batteriezelle nicht aus. Dafür werden Tausende von Zellen zu einem Paket gebündelt.
Die Lithiumionenbatterie ist so entscheidend für den Erfolg von Elektroautos geworden, dass sie dem Chemiker-Trio, welches die Technologie in den 1980er Jahren erfunden hat, vor zwei Jahren den Nobelpreis eingebracht hat. Doch irgendwann zwischen diesen Ereignissen wurden die Batteriehersteller stark abhängig von Rohstoffen wie etwa Kobalt.
Um den Bestand der rund 6 Millionen Schweizer Benzin- und Dieselfahrzeuge durch die gleiche Anzahl an Elektroautos zu ersetzen, würden schätzungsweise 40 000 Tonnen Kobalt benötigt. Dies entspricht fast einem Drittel der jährlichen Weltproduktion von Kobalt. Hinzu kommt der hohe Bedarf an Kupfer, Nickel, Lithium. Richtig eng wird es, wenn alle 1,4 Milliarden Autos auf der Welt durch Batteriefahrzeuge ersetzt werden sollen.
Die Verkaufszahlen von Elektroautos werden sich weiterhin steil nach oben bewegen, da sich die Kosten immer mehr denen konventioneller Fahrzeuge annähern. Und: Gerade weil Regierungen auf der ganzen Welt neue Gesetze verabschieden, um den Übergang zur Elektromobilität zu beschleunigen, und bis jetzt nur ein kleiner Teil der Batterien wiederverwertet werden kann, werden Batteriehersteller Schwierigkeiten haben, mit der Nachfrage Schritt zu halten. Die begrenzten Rohstoffreserven, die in Tunneln unter der Erde abgebaut werden, werden daher immer begehrter.
Schmutziger Bergbau
Von den 140 000 Tonnen Kobalt, die jährlich produziert werden, stammen zwei Drittel aus einem politisch instabilen Land: der Demokratischen Republik Kongo in Zentralafrika. Hier wird Kobalt überwiegend als Nebenprodukt in Nickel- oder Kupferminen abgebaut.

Kobalt wird überwiegend in der Demokratischen Republik Kongo abgebaut.Kenny-Katombe Butunka / Reuters
Es sei theoretisch genügend Kobalt auf der Erde vorhanden, sagt Frances Wall, Professorin für angewandte Mineralogie an der University of Exeter. Denn Kobalt kommt auch in anderen Teilen der Welt vor, selbst in Europa sind mindestens 151 Lagerstätten bekannt. «Es geht darum, genügend Kobalt auf verantwortungsvolle Weise zu produzieren, um den Bedarf der Batteriehersteller zu decken», sagt Wall.
Nichtregierungsorganisationen werfen dem Schweizer Konzern Glencore – dem weltgrössten Produzent von Kobalt – immer wieder vor, die wertvollen Rohstoffe unter schlechten Arbeitsbedingungen und Menschenrechtsverletzungen zu fördern. Beim Abbau von Kobalt denkt man auch an Kinderarbeit in Minen, verschmutzte Flüsse und verschmutzte Luft und gewaltsam vertriebene Gemeinden. Und deshalb spüren die Bergbauunternehmen laut Wall zunehmenden Druck von Investoren und Verbrauchern.
«Kobalt macht Schlagzeilen», sagt Wall. Doch die Zusammensetzung der Batterien ändere sich kontinuierlich und somit auch die Nachfrage nach verschiedenen Metallen. Weil Batterien für Elektroautos so klein und leicht wie möglich gebaut werden müssen, ist das leistungsstarke Lithium jedoch nicht mehr wegzudenken.
Was in einer Tesla-Batterie steckt

Lithium wird derzeit aus Salzseen oder Gesteinen gewonnen, von Chile und den Vereinigten Staaten über Australien bis hin zu Deutschland, und nach Schätzungen des US Geological Survey (USGS) lagern weltweit rund 86 Millionen Tonnen.
Auch das Vorkommen von Kupfer, Nickel oder Mangan ist begrenzt, das macht sie so wertvoll. Während Batteriehersteller an ökonomischeren und nachhaltigeren Materialkombinationen arbeiten, haben einige Rohstofffirmen eine Alternative im Auge, die Tausende von Metern unter der Meeresoberfläche liegt.
Schätze in der Tiefsee
Die Clarion-Clipperton-Zone (CCZ) ist ein Tiefseegraben im Pazifik, etwa auf halbem Weg zwischen Hawaii und Mexiko. Dort liegen massenhaft Klumpen wie schwarze Kartoffeln lose auf dem Meeresboden verstreut, auf einer rund 4,5 Millionen Quadratkilometer grossen Fläche – ein relativ kleiner Fleck im weiten Ozean, doch seine Grösse entspricht fast der Fläche aller EU-Länder. Die Klumpen, sogenannte Manganknollen, enthalten neben dem namengebenden Metall Mangan auch Kupfer, Nickel und Kobalt. Vier wertvolle Erze, in einem Klumpen vereint. Diese sollen nun von Tiefseerobotern eingesammelt werden.
Nach Schätzungen der Internationalen Meeresbodenbehörde der Uno (ISA) lagern rund 21 Milliarden Tonnen Manganknollen in der CCZ. Daraus liessen sich 270 Millionen Tonnen Nickel und 230 Millionen Tonnen Kupfer produzieren. Die rund 50 Millionen Tonnen Kobalt würden grob gerechnet reichen, um Batterien für 7 Milliarden Teslas zu produzieren. Ausserdem enthalten die Knollen oft auch seltene Erden, mit denen Permanentmagnete in Elektromotoren verbaut werden.

Manganknollen sind Millionen Jahre alt und bergen gefragte Metalle.
Förderfirmen wie The Metals Company (früher DeepGreen Metals) argumentieren, dass der Abbau der Knollen am Meeresboden weniger belastend sei für die Umwelt als der Bergbau an Land. Es müssten keine Wälder gerodet werden, und beim Abbau und beim Transport der Knollen werde weniger CO2 ausgestossen. Ein weiterer Vorteil des Tiefseebergbaus sei, dass die Roboter mehrere Metalle in einem Zug einsammeln könnten. An Land müssten dafür diverse Bergwerke erschlossen und betrieben werden.
TMC, eine kanadische Firma, die unter anderem von Glencore finanziert wird, hofft, bis 2024 mit dem kommerziellen Abbau zu beginnen. Dafür fehlt ihr jedoch noch der Startschuss der ISA: Die Meeresbodenbehörde arbeitet derzeit an einem Regelwerk für die neue Industrie – unter hohem Zeitdruck, denn im Juni dieses Jahres hat der pazifische Inselstaat Nauru, der TMC sponsert, einen Antrag auf eine Abbaulizenz gestellt. Ausserdem laufen weitere 7 der 19 Lizenzen für die Erkundung von Manganknollen in den nächsten Monaten aus.
Das letzte unberührte Gebiet der Erde
Es gibt eine grosse Hürde: Der Tiefseebergbau birgt eigene Umweltgefahren. Die Sammelroboter der Förderfirmen würden über den Meeresboden rollen und die oberste Schicht aufsaugen, um die Knollen zu ernten. Dann würden sie die Knollen auf Schiffe hochpumpen und die unerwünschten Sedimente zurück ins Meer leiten. All das würde Sedimente aufwirbeln, die sich kilometerweit über das Abbaugebiet verbreiteten und dadurch Seegurken oder andere Organismen, die Nahrung aus dem Wasser filtern, stören oder gar ersticken könnten.
Wie der Tiefseebergbau Umweltschäden anrichten könnte

NZZ / eck., lea.
Das lässt bei Umweltschützern die Alarmglocken läuten. Über die Tiefsee ist sehr wenig bekannt, und jede Erkundung bringt Lebewesen hervor, die für die Wissenschaft neu sind. Es gibt zum Beispiel Schwämme, die sich an die Manganknollen heften, und eine gespenstisch blasse Mini-Krake, die wiederum ihre Eier auf diese Schwämme legt. Die Knollen selbst entstehen, indem sich im Wasser gelöste Metalle an Trümmern wie etwa solchen von Muscheln oder Haifischzähnen ablagern und dann Millimeter um Millimeter wachsen. Ein Prozess, der Millionen Jahre dauert.
Es ist schwierig, genau vorherzusagen, wie sich der Abbau von Knollen auf die Bewohner der Tiefsee auswirken wird. In einer Stellungnahme vom 24. Juni forderten mehr als 400 Wissenschafterinnen und Wissenschafter ein Moratorium für den Tiefseebergbau, bis mindestens 2030, um umfassende Forschungen durchzuführen. Und sie haben Rückenstärkung aus Teilen der Politik, wie etwa vom Europäischen Parlament, und von der Wirtschaft: BMW, Volvo, Google und Samsung verpflichteten sich im März dieses Jahres, keine Metallerze zu nutzen, die aus der Tiefsee stammen.
Die Wissenschaft will bald Antworten liefern. Im April dieses Jahres begleitete eine unabhängige Forschungsgruppe die belgische Firma Global Sea Mineral Resources (GSR) beim Test ihres Sammelroboters. Beim ersten Versuch löste sich die Maschine vom 5 Kilometer langen Kabel, das sie mit dem Schiff von GSR verband, und musste vom Meeresboden geborgen werden. Die kanadische Firma TMC war gleichzeitig auf einer Erkundungsreise in der Clarion-Clipperton-Zone unterwegs, mit 37 Meereswissenschaftern an Bord.

«Patania II» ist ein 25 Tonnen schwerer Prototyp-Kollektor des belgischen Unternehmens Global Sea Mineral Resources (GSR).
Sollte es eines Tages mit der Technik klappen, könnten die enormen Mengen an Manganknollen, die auf dem Meeresboden ruhen, durchaus ausreichen, um Millionen von Autos zu elektrifizieren. Die Frage ist jedoch, ob es angesichts der rasanten Entwicklung neuer Batterietechnologien überhaupt nötig ist, sie an Land zu holen.
Die Suche nach dem besten Mix
Die Autohersteller hoffen auf Batterien, die ohne teure und knappe Rohstoffe an Land auskommen – noch bevor die Elektromobilität wirklich an Fahrt aufnimmt. Lithiumionenbatterien enthalten bereits erheblich weniger Kobalt als vor ein paar Jahren. Tesla will das Kobalt künftig ganz weglassen. Denn es ist das Element, das Lithiumionenbatterien – und damit Elektroautos – so teuer macht.
CATL, der grösste Batteriehersteller der Welt, produziert bereits billigere Batterien mit Eisen anstatt Kobalt und Nickel für die chinesische Version des Tesla Model 3. Immerhin wird das weltweite Vorkommen von Eisen auf mehr als 230 Milliarden Tonnen geschätzt. Bis Mitte 2022 will CATL seine Fabrik in Erfurt in Betrieb nehmen, der Erstkunde wird BMW sein.
Inzwischen tüfteln andere Hersteller an Feststoffzellen, die mit Lithium, Grafit und einem Separator aus einem festen Stoff wie etwa Keramik gefertigt werden. Mit Batterien aus dem vielfach vorhandenen Natrium oder Magnesium, die beide ähnliche chemische Eigenschaften wie Lithium haben, wird ebenfalls experimentiert. Andere Entwickler versuchen wiederum, Zinkbatterien wiederaufladbar zu machen. Doch diese Technologien werden nicht nur in Sachen Nachhaltigkeit punkten müssen, sie müssen auch günstiger als beispielsweise Lithium sein, um den Massenmarkt zu erreichen.
Nachhaltiger werden Autobatterien vor allem, wenn sie wiederverwendet werden können. Unter normalen Ladebedingungen halten Lithiumionenbatterien etwa zehn Jahre, danach folgt ein rudimentäres Recyclingverfahren. Die Batterien werden meist zerlegt, geschreddert und danach eingeschmolzen.

Aus den Batterien für E-Autos werden mit viel Aufwand wertvolle Materialien herausgeholt.
Die dünnen Kupferfolien schmelzen und bilden mit den hochwertigen Metallen Kobalt und Nickel eine Legierung. Die einzelnen Metalle können dann mit starken Säuren aus dieser Legierung gereinigt und wiederverwertet werden. Andere Materialien wie Lithium, Grafit, Aluminium oder Mangan verbrennen ganz. Dieses Verfahren braucht jedoch viel Energie und produziert giftige Gase und Abfallprodukte.
Das Henne-Ei-Problem der Elektromobilität
Sauberere und effizientere Methoden müssen daher rasch gefunden werden, wenn der Elektroautomarkt weiterhin so rasant wächst. Dafür braucht es gemäss dem Materialwissenschafter Gavin Harper einen intelligenteren Ansatz, angefangen bei der Entwicklung und dem Design von Batterien.
«Der heilige Gral ist die Idee des direkten Recyclings», sagt Harper, der an der University of Birmingham an einem Forschungsprojekt zum Recycling von Batterien arbeitet. Ablaufen würde das direkte Recycling etwa so: Die Kathode und die Anode werden von der Batteriezelle getrennt und in einem chemischen Prozess regeneriert, anstatt dass die wertvollen Metalle einzeln extrahiert werden müssen. Die Bauteile könnten dann einfach wieder in eine Batteriezelle gelegt werden.
Dafür müssten die Batteriepakete aber laut Harper so ausgelegt sein, dass sie einfach zusammengebaut und später zerlegt werden könnten, in einer automatisierten Recyclinganlage. «Von da an werden die Recyclingprozesse zum Kinderspiel, und wir können viel mehr Wert und Inhalt aus einer Batterie zurückgewinnen», sagt er. Harper und seine Kollegen von den Universitäten in Birmingham und Leicester werden von der britischen Regierung unterstützt und haben einen Weg gefunden, die aktiven Materialien aus den Kathoden und Anoden mit Ultraschall wiederzugewinnen. Sie haben im Juli ein Patent angemeldet.
Beim Recycling von Batterien handelt es sich schliesslich um ein Henne-Ei-Problem: Der Betrieb einer Recyclinganlage ist erst dann wirtschaftlich, wenn Abfallmengen anfallen. Und wenn sich die Batterietechnologien komplett ändern, wird es wieder dauern, bis sich die Materialien angehäuft haben.
Abgesehen von allen Umweltbedenken muss sich auch der Tiefseebergbau als wirtschaftlich rentabel erweisen. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass sich die Förderfirmen zurückziehen werden, zu viel Geld ist in die Erkundung der wertvollen Knollen geflossen.
Machine Translation to English
Battery electric cars are the future. But do we really have to get metals out of the ocean for this?
More and more electric cars are rolling on the streets of Europe. They have a built-in weak point: batteries made of metals, which are becoming scarce worldwide. These valuable metals slumber en masse on the sea floor. However, they cannot simply be salvaged.

The essential elements in any electric vehicle are the battery and the motor. The picture shows the drive train of a VW ID.3.
The fight against climate change takes high-performance batteries, and tons of them. Electric cars can massively improve the global CO 2 balance. They are even considered to be the bearers of hope in the energy transition. In thirty years, there should only be electric vehicles on Swiss roads. In the UK, all new cars should be electric by 2030. The EU's new climate package also requires that new vehicles with internal combustion engines are no longer allowed to be sold.
In fact, by 2020 there were already 10 million electric cars on the roads around the world , and according to the International Energy Agency (IEA) there could be 145 million in ten years. The problem: The supply of metals that are needed to manufacture batteries and electric motors and are mined in mines around the world is running out. In addition, the extractive industry is often associated with child labor, corruption or environmental pollution. Metal ores from the depths of the ocean, on the other hand, are touted as a sustainable alternative.
Batteries are made up of thousands of cells
The technology behind the e-car battery is complex, even if it is basically similar to that of a smartphone or laptop battery. The most common lithium ion battery has two charged electrodes: the positive electrode (cathode) consists of lithium and a mixture of other elements such as nickel, manganese or cobalt, the negative electrode (anode) is made of graphite. Foils made of aluminum or copper surround the electrodes and serve as current collectors.
Schematic representation of a lithium ion battery

NZZ / cke., Efl.
A special liquid, the electrolyte, lies between the two electrodes. When lithium ions - i.e. atoms that lack an electron and are therefore positively charged - migrate from the anode to the cathode, electrical voltage is created. It is the silver-white, soft light metal lithium that enables high voltages of around 4 volts. However, a single battery cell is not enough to run a car for more than 600 kilometers per charge. To do this, thousands of cells are bundled into a package.
The lithium-ion battery has become so critical to the success of electric cars that it earned the trio of chemists who invented the technology in the 1980s the Nobel Prize two years ago. But at some point between these events, battery manufacturers became heavily dependent on raw materials such as cobalt.
It is estimated that 40,000 tons of cobalt would be required to replace the stock of around 6 million Swiss petrol and diesel vehicles with the same number of electric cars. This corresponds to almost a third of the annual world production of cobalt. Added to this is the high demand for copper, nickel and lithium. It will be really tight when all 1.4 billion cars in the world are to be replaced by battery vehicles .
The sales of electric cars will continue to rise sharply as the costs approach those of conventional vehicles. And precisely because governments around the world are passing new laws to accelerate the transition to electromobility and only a small proportion of batteries can be recycled so far, battery manufacturers will struggle to keep up with demand. The limited raw material reserves that are mined in tunnels underground are therefore increasingly in demand.
Dirty mining
Of the 140,000 tons of cobalt that is produced annually, two thirds come from a politically unstable country: the Democratic Republic of the Congo in central Africa. Here cobalt is mainly mined as a by-product in nickel or copper mines.

Cobalt is mainly mined in the Democratic Republic of the Congo.Kenny catomb Butunka / Reuters
There is theoretically enough cobalt on earth, says Frances Wall, professor of applied mineralogy at the University of Exeter. Because cobalt also occurs in other parts of the world, even in Europe at least 151 deposits are known. “It's about responsibly producing enough cobalt to meet the needs of battery manufacturers,” says Wall.
Non-governmental organizations repeatedly accuse the Swiss company Glencore - the world's largest producer of cobalt - of extracting the valuable raw materials under poor working conditions and violating human rights. The mining of cobalt this reminds of child labor in mines, polluted rivers and polluted air and evicted communities. And that's why mining companies are feeling increasing pressure from investors and consumers, according to Wall.
"Cobalt makes the headlines," says Wall. But the composition of the batteries is constantly changing and with it the demand for different metals. Because batteries for electric cars have to be built as small and light as possible, powerful lithium has become indispensable.
What's in a Tesla battery

Lithium is currently extracted from salt lakes or rocks, from Chile and the United States to Australia to Germany, and according to estimates by the US Geological Survey (USGS), around 86 million tons are stored worldwide.
The occurrence of copper, nickel or manganese is also limited, which is what makes them so valuable. As battery manufacturers work on more economical and sustainable combinations of materials, some raw material companies have an alternative in mind that is thousands of meters below the surface of the sea.
Treasures in the deep sea
The Clarion-Clipperton Zone (CCZ) is a deep sea trench in the Pacific, about halfway between Hawaii and Mexico. There are masses of lumps like black potatoes scattered loosely on the sea floor, on an area of around 4.5 million square kilometers - a relatively small spot in the vast ocean, but its size is almost the same as that of all EU countries. The lumps, so-called manganese nodules, contain copper, nickel and cobalt in addition to the eponymous metal manganese. Four valuable ores, united in one lump. These are now to be collected by deep-sea robots.
According to estimates by the UN International Seabed Authority (ISA), around 21 billion tons of manganese nodules are stored in the CCZ. This could be used to produce 270 million tons of nickel and 230 million tons of copper. The roughly 50 million tons of cobalt would roughly be enough to produce batteries for 7 billion Teslas. In addition, the tubers often contain rare earths that are used to build permanent magnets in electric motors.

Manganese nodules are millions of years old and contain metals in great demand.
Extraction companies like The Metals Company (formerly DeepGreen Metals) argue that mining the nodules on the ocean floor is less damaging to the environment than mining on land. No forests have to be cleared, and less CO 2 is emitted when the tubers are extracted and transported . Another advantage of deep-sea mining is that the robots can collect several metals in one go. Various mines would have to be developed and operated on land.
TMC, a Canadian company funded by Glencore among others, hopes to begin commercial mining by 2024. But the ISA is still missing the go-ahead for this: The seabed authority is currently working on a set of rules for the new industry - under great time pressure, because in June of this year the Pacific island nation of Nauru, which sponsors TMC, submitted an application for a mining license. In addition, another 7 of the 19 licenses for the exploration of manganese nodules will expire in the next few months.
The last untouched area on earth
There is a major hurdle: deep-sea mining poses its own environmental hazards. The harvesting robots from the mining companies would roll across the ocean floor and vacuum up the top layer to harvest the tubers. Then they would pump the tubers up onto ships and direct the unwanted sediments back into the sea. All of this would stir up sediments that would spread for kilometers over the mining area and thereby disturb or even suffocate sea cucumbers or other organisms that filter food from the water.
How deep-sea mining could cause environmental damage

NZZ / eck., Lea.
This sets the alarm bells ringing for environmentalists. Very little is known about the deep sea, and any exploration brings forth creatures new to science. For example, there are sponges that attach to the manganese nodules and a ghostly pale mini octopus that in turn lays its eggs on these sponges. The tubers themselves are formed when metals dissolved in the water are deposited on debris such as clams or shark teeth and then grow millimeter by millimeter. A process that takes millions of years.
It is difficult to predict exactly how the degradation of tubers will affect the inhabitants of the deep sea. In a statement on June 24, more than 400 scientists called for a moratorium on deep-sea mining until at least 2030 in order to carry out extensive research. And they have the backing of parts of politics, such as the European Parliament, and business: BMW, Volvo, Google and Samsung pledged in March of this year not to use any metal ores that come from the deep sea.
Science wants to provide answers soon. In April of this year, an independent research group accompanied the Belgian company Global Sea Mineral Resources (GSR) during the test of their collecting robot. On the first attempt, the machine detached itself from the 5-kilometer cable connecting it to GSR's ship and had to be recovered from the seabed. The Canadian company TMC was simultaneously on an exploration trip in the Clarion-Clipperton Zone, with 37 marine scientists on board.

"Patania II" is a 25-ton prototype collector from the Belgian company Global Sea Mineral Resources (GSR).
Should the technology work out one day, the enormous quantities of manganese nodules resting on the ocean floor could be enough to electrify millions of cars. The question, however, is whether, in view of the rapid development of new battery technologies, it is even necessary to bring them ashore.
The search for the best mix
The car manufacturers hope for batteries that can do without expensive and scarce raw materials on land - even before electric mobility really takes off. Lithium-ion batteries already contain significantly less cobalt than they did a few years ago. Tesla wants to leave out cobalt altogether in the future. Because it is the element that makes lithium-ion batteries - and thus electric cars - so expensive.
CATL, the world's largest battery manufacturer, is already producing cheaper batteries with iron instead of cobalt and nickel for the Chinese version of the Tesla Model 3. After all, iron is estimated to be more than 230 billion tons worldwide. CATL plans to put its factory in Erfurt into operation by mid-2022 ; the first customer will be BMW.
In the meantime, other manufacturers are working on solid cells that are made from a solid material such as ceramic using lithium, graphite and a separator. Batteries made from the abundant sodium or magnesium, both of which have similar chemical properties to lithium, are also being experimented with. Other developers are trying to make zinc batteries rechargeable. But these technologies will not only have to score in terms of sustainability, they also have to be cheaper than lithium, for example, in order to reach the mass market.
Above all, car batteries become more sustainable if they can be reused. Under normal charging conditions, lithium-ion batteries last about ten years, after which a rudimentary recycling process follows. The batteries are usually dismantled, shredded and then melted down.

With a lot of effort, valuable materials are extracted from the batteries for e-cars.
The thin copper foils melt and form an alloy with the high-quality metals cobalt and nickel. The individual metals can then be cleaned with strong acids from this alloy and recycled. Other materials such as lithium, graphite, aluminum or manganese burn completely. However, this process consumes a lot of energy and produces toxic gases and waste products.
The chicken and egg problem of electromobility
Cleaner and more efficient methods must therefore be found quickly if the electric car market continues to grow at such a rapid rate. According to materials scientist Gavin Harper, this requires a more intelligent approach, starting with the development and design of batteries.
"The holy grail is the idea of direct recycling," says Harper, who works at the University of Birmingham on a research project on the recycling of batteries. Direct recycling would work something like this: The cathode and anode are separated from the battery cell and regenerated in a chemical process, instead of the valuable metals having to be extracted individually. The components could then simply be put back into a battery cell.
For this, however, according to Harper, the battery packs would have to be designed in such a way that they could simply be assembled and later dismantled in an automated recycling plant. "From then on, the recycling processes become a breeze, and we can get a lot more value and content back from a battery," he says. Harper and his colleagues from the Universities of Birmingham and Leicester, supported by the UK government, have found a way to ultrasonically recover the active materials from the cathodes and anodes. You applied for a patent in July.
After all, recycling batteries is a chicken-and-egg problem: the operation of a recycling plant is only economical when there is a lot of waste. And if battery technologies change completely, it will take another time for the materials to pile up.
Aside from all environmental concerns, deep-sea mining must also prove economically viable. However, it is unlikely that the extraction companies will withdraw, too much money has gone into exploring the valuable tubers.


























































